Verhütungsstäbchen & Dreimonatsspritze
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Das Verhütungsstäbchen: Langfristiger Schutz unter der Haut
Das Verhütungsstäbchen ist ein kleines, flexibles Kunststoffststäbchen, das von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt unter die Haut des Oberarms gelegt wird. Vorher wird die Haut lokal betäubt. Das Stäbchen gibt kontinuierlich ein Gestagenhormon ab. Dadurch wird der Eisprung verhindert, der Schleim im Gebärmutterhals undurchdringlich für die Spermien und die Gebärmutterschleimhaut kaum oder gar nicht mehr aufgebaut. Es kann also sein, dass du unregelmäßig, kaum oder gar nicht mehr blutest.
Das Stäbchen ist eine sehr sichere Verhütungsmethode und kann bis zu drei Jahre liegen bleiben. Wegen möglicher Nebenwirkungen, wie sie bei hormonellen Verhütungsmitteln vorkommen können, solltest du dich vorher von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt beraten lassen. Gemeinsam entscheidet ihr, ob diese Methode für dich geeignet ist.
Da du mit einem Kondom zusätzlich Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen hast, gehört es idealerweise dazu!
Die Dreimonatsspritze: Hormonelle Verhütung Alle Drei Monate
Die Dreimonatsspritze ist eine hormonelle Verhütungsmethode, die alle drei Monate durch eine Injektion in der frauenärztlichen Praxis verabreicht wird. Sie enthält ein bestimmtes Gestagenhormon, das den Eisprung verhindert, außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut kaum oder gar nicht mehr aufgebaut, dadurch gibt es nur selten oder gar keine Blutung mehr. Zusätzlich wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, was es Spermien erschwert, in die Gebärmutter zu gelangen.
Bei längerfristiger Anwendung in jugendlichen Jahren kann unter dieser sehr sicheren Verhütungsmethode die Knochendichte nicht optimal aufgebaut werden. Außerdem wird häufig eine Gewichtszunahme beobachtet und es kann lange dauern, bis nach dem Absetzen der Verhütungsmethode der eigene Zyklus wieder beginnt.
Die Dreimonatsspritze ist eher für Frauen geeignet oder in Ausnahmefällen auch für jüngere Mädchen, wenn keine andere Methode in Frage kommt. In einem Beratungsgespräch bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt kannst du dich über die Vor- und Nachteile und mögliche Nebenwirkungen informieren. In Kombination mit einem Kondom schützt ihr euch zusätzlich vor sexuell übertragbaren Infektionen.